Die Reservisten der FF Ried im Innkreis unternehmen seit einigen Jahren Exkursionen zu Museen und Feuerwehren in Bayern und Österreich. Am Montag 11. Mai 2026 wurde wieder eine derartige Exkursion durchgeführt.
Der erste Halt betraf die Baustelle des neuen Traunfallkraftwerkes in Roitham. Dort wird derzeit ein neues Flußkraftwerk errichtet. Von der Brücke über der Traun konnte die weitläufige Baustelle begutachtet werden.
Der Hauptgrund für die Exkursion war aber der Besuch bei einem Objekt in Eisengattern, Gemeinde Kirchham bei Gmunden. In diesem Objekt wird ein ehemaliges Tanklöschfahrzeug der FF Ried i.I. verwahrt. Bei dem Fahrzeug handelt es sich einen ehemaligen LKW, der nach dem 2. Weltkrieg in Ried von der englischen Armee zurückgelassen wurde. Durch den damaligen Gerätewart der FF Ried i.I. wurde auf diesem Fahrgestell, Marke Fordson, ein Tanklöschfahrzeug aufgebaut.
Dieses einzigartige Fahrzeug war von 1953 bis 1966 bei der FF Ried i.I. im Einsatz. Danach wurde es an die FF Mettmach verkauft, wo dieses TLF bis 1984 im Einsatzdienst stand. Danach verliert sich die Geschichte dieses Fahrzeuges.
Erst durch Kontakte zu Feuerwehroldtimerfreunden in Kitzbühel wurde die FF Ried i.I. in Kenntnis gesetzt, dass dieses Fahrzeug noch existiert.
Der Ehrenkommandant der FF Ried E-ABI Walter Beham war mit diesem Fahrzeug noch selbst in seiner Jugend im Einsatz. Auch der Kamerad Johann Walchetseder von der FF Lohnsburg konnte sich noch an das Fahrzeug erinnern, als es von der FF Mettmach genutzt wurde. In diesem Objekt in Eisengattern wurden vom Vorbesitzer allerlei technische Geräte, Maschinen und Fahrzeuge gesammelt. Diese werden vom jetzigen Besitzer verkauft, wie auch unser ehemaliges Fahrzeug. Über einen eventuellen Ankauf wurde natürlich bei dem Treffen mit dem derzeitigen Besitzer gesprochen, aber auch über die Probleme, die ein solcher Ankauf hervorrufen würde.
Nach einem sehr guten Mittagessen in Scharnstein wurde das Kriminal- und Gendarmeriemuseum im Schloss Scharnstein besichtigt.
Bei der Führung mit einer äußerst kompetenten Führerin, konnte die Kriminalgeschichte Österreichs aufgefrischt werden.
Der Abschluss bildete eine Einkehr im Kaffeehaus Krautgartner in Lohnsburg, wo die zahlreichen Eindrücke nochmals besprochen wurden.